Compliancekultur – wie baue ich eine Unternehmenskultur auf?

Compliancekultur wird üblicherweise gern mit dem Begriff Unternehmenskultur gleichgesetzt, sie definiert also in erster Linie die Verhaltensweisen und Grundeinstellungen, welche von der Unternehmensleitung an die Mitarbeiter vermittelt werden. Der Grund: Mit einer klar definierten Unternehmenskultur kann die Firma nicht nur den eigenen Mitarbeitern, sondern auch Kunden und Lieferanten vermitteln, dass die Beachtung von Regeln eine wichtige Rolle innerhalb des Unternehmens spielt und dass sämtliche internen Abläufe ebenso korrekt abgewickelt werden wie die Abläufe, an welchen Dritte beteiligt sind. Vor allem größere Unternehmen halten die Compliancekultur deshalb gern in eigenen Richtlinien wie einem „Mission Statement“ oder einem „Code of Conduct“ fest, der in den meisten Fällen auch öffentlich einsehbar ist – beispielsweise durch eine Publikation auf der Webseite des Unternehmens.

Die Compliancekultur: eine Frage der Zeit

Eine gute Unternehmenskultur muss in einem Betrieb organisch wachsen. Der Grund: Eine ganze Fülle von Verhaltensweisen und Einzelmaßnahmen muss erfüllt werden, damit ein Unternehmen mit einer einheitlichen Compliance-Kultur nach außen treten kann. In erster Linie ist dies allerdings eine Frage der Zeit. Denn sowohl die Führungskräfte als auch die Mitarbeiter müssen das Einhalten von moralischen und rechtlichen Standards in ihrem tagtäglichen Verhalten so verinnerlicht haben, dass sie diese auch täglich umsetzen. Sie müssen darüber hinaus begreifen, dass sie mit dieser Herangehensweise zu einem nachhaltigen Wirtschaften beitragen. Der wirtschaftliche Erfolg eines Unternehmens hängt also letztlich auch vom jeweiligen Verhalten einzelner Mitarbeiter ab.

Die Grundsätze müssen auch im Alltag ersichtlich sein

Für das Unternehmen bringt es allerdings nichts, wenn die Leitlinien nur nach außen kommuniziert werden. Die Grundsätze des Compliance und der Unternehmenskultur müssen vielmehr auf allen Ebenen des Managements tagtäglich umgesetzt werden, damit auch die Mitarbeiter diese verinnerliche können. Nur wenn das der Fall ist, lassen sich Werte sowohl nach innen als auch nach außen vermitteln.

Einige Regeln, die gern der Compliancekultur zugerechnet werden, liegen allerdings in einer Grauzone. Dazu gehören beispielsweise das Vermeiden von Möglichkeiten zu Kartellabsprachen oder Korruption. Ebenso sollten die gesetzlichen Vorgaben zum Datenschutz eingehalten und alle Mitarbeiter gleich behandelt werden. Selbst die Vorschriften bezüglich des Arbeitsschutzes und zur Produktsicherheit werden in vielen Unternehmen der Compliancekultur zugerechnet. Das Ziel einer etablierten Compliancekultur lautet nämlich, Effektivität und Effizienz zu steigern, während das Risiko minimiert wird.

Quelle: http://www.knowhow.de/compliance-elearning.html

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